Kerameikos

Κεραμεικός
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Im Kerameikos liegt ein antiker Friedhof, der im frühen 20. Jahrhundert von deutschen Archäologen entdeckt wurde. Untergebracht war der Friedhof in der Nähe der Verteidigungsmauern, welche die Stadt einschlossen.
Hier standen auch die beiden wichtigsten Tore des antiken Athen, das Dipylon-Tor und das Heilige Tor.
Kerameikos
Kerameikos

Grab des Dionysos, Kerameikos
Grab des Dionysos
Der Kerameikos ist nach Keramos benannt, dem sterblichen Sohn der Götter Dionysos und Ariadne und Schutzherrn der Töpfer. Tatsächlich lebten viele Töpfer in diesem Gebiet nahe der Stadtmauern.

Der antike Friedhof

Der antike Friedhof von Athen, auf dem bereits im 12. Jahrhundert v. Chr. Menschen begraben wurden, lag direkt außerhalb der Stadtmauern.

Viele angesehene Bürger wurden entlang der Straße beerdigt, die zur Platonischen Akademie führte. Die Straße war von prachtvollen Grabmälern gesäumt, geschmückt von Kioniskoi (Marmorsäulen), Statuen und Grabstelen mit herrlichen Reliefskulpturen. Die Originalgrabmäler wurden durch Nachbildungen ersetzt und befinden sich nun im archäologischen Nationalmuseum und im Kerameikos-Museum.

Grabstele  des Demetria und Pamphile, Kerameikos
Grabstele der Demetria
und Pamphile
Das berühmteste Grabmal auf dem Kerameikos ist vermutlich das Grab eines Schatzmeisters mit der Statue eines Stiers, Symbol des Gottes Dionysos. In der Nähe liegt das Grab des Lysimachides mit der Statue eines großen Hundes.

Eine unter vielerlei interessanten Stelen auf dem antiken Friedhof ist die Grabstele des Dexileos – sie zeigt einen jungen Reiter, der im Jahre 394 v. Chr. verstarb. Häufig bildeten die Stelen die Verstorbenen in Begleitung ihrer geliebten Angehörigen und Freunde ab. Ein solches Grabmal ist die Stele der Demetria und Pamphile, auf der Pamphile mit ihrer Schwester dargestellt ist.

Kerameikos-Museum

Kerameikos Museum
Kerameikos-Museum
Nahe dem Eingang zum Kerameikos liegt ein kleines Museum. Ausgestellt sind dort viele der Grabmäler, die während der Ausgrabungen aufgefunden wurden, darunter die Stierstatue und viele Stelen. Auch finden sich hier einige große Bestattungsvasen, Statuen, die das Heilige Tor zierten, und einige bemalte Keramikstücke – darunter auch solche mit eindeutig erotischen Szenen.

Die Stadttore

Überreste des Stadttores von Athen
Überreste des Stadttores
Im Jahre 478 v. Chr. begann der Bau der Athener Stadtmauer. Sie schützte nicht nur die Stadt, sondern auch einen langen Korridor zum Hafen und den Hafen selbst.

Hier im Kerameikos wurden zwei große Tore errichtet. Das Größte darunter war das Dipylon-Tor, der Ausgangspunkt des Panathenäischen Weges zur Akropolis. Das größte Tor der antiken Welt bestand aus einem Korridor mit vier großen Türmen an jeder Seite, in dem eindringende Streitkräfte eingeschlossen werden sollten.
In der Nähe lag ein weiteres Tor, das Hiera Pyle (das Heilige Tor) – benannt nach der Heiligen Straße, die durch das Tor nach Eleusis lief, zum Heiligtum der Göttin Demeter.

Pompeion, Kerameikos
Pompeion
Zwischen den beiden Toren lag das Pompeion, eine große Anlage aus dem Jahr 400 v. Chr. Um einen Kolonnadenhof errichtet, maß die Anlage 70 Meter mal 30 Meter. In diesem Gebäude wurden die Vorbereitungen für große Feierlichkeiten abgewickelt, so etwa die Panathenäischen Festspiele – die bedeutendsten Feierlichkeiten im antiken Athen.
Heute sind lediglich Ruinen übrig, doch die Fundamente der Stadtmauern und des Pompeions sind noch immer klar erkennbar.
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