Byzantinisches Museum

Βυζαντινó Μονσεíο
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Das Byzantinische Museum hat eine erstklassige Sammlung byzantinischer, christlicher und post-byzantinischer Kunst, die eine Zeitspanne von über 1500 Jahren abdeckt. Die Sammlung ist in einer wunderschönen Villa aus dem 19. Jahrhundert untergebracht.

Byzantinische Kunst

Ikone im Byzantinischen Museum
Ikone
Für einen Zeitraum von fast 1000 Jahren - zwischen dem Untergang des Römischen Reiches im Jahr 476 und dem Fall von Konstantinopel im Jahre 1453, war Griechenland Teil des Byzantinischen Reiches. Kunst und Kultur wurden von der christlich-orthodoxen Kirche dominiert.

Die beliebteste Form der Kunst waren Ikonen. Ursprünglich bezog sich der Begriff Ikone einfach auf ein Bild, aber heute bezieht er sich auf religiöse Kunstwerke - in der Regel Gemälde - die heilige Figuren darstellen, oft die Maria mit Kind. Symbolismus und strenge stilistische Regeln charakterisieren die byzantinischen Ikonen.

Das Museum

Das Byzantinische Museum wurde 1914 gegründet und war zunächst in der Akademie von Athen, einem neoklassizistischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert nahe der Universität, untergebracht. Im Jahre 1930 zog das Museum an seinen heutigen Standort in die Villa Ilissia, einer florentinischer Villa.

Eingang zur byzantinischen Museum in Athen
Eingang
Die Villa wurde zwischen 1840 und 1848 als Winterpalast der Herzogin von Plaisance (Piacenza) gebaut. Die Herzogin - von französischer Abstammung und geboren in Philadelphia - war mit einem französischen Staatsmann verheiratet, den sie allerdings verließ und im Jahre 1834 nach Athen zog, wo sie eine prominente soziale Persönlichkeit und Philanthropin wurde.

Im Jahre 1930 beauftragte Georgios Sotiriou, der Direktor des Museums für Byzantinische Kunst seit 1923, den Architekten Aristotelis Zachos mit der Umwandlung der Villa in ein Museum. In den frühen 2000er Jahren wurde das Museum mit einem modernen Flügel erweitert.

Die Museumssammlung

Ikone des Erzengels Michael
Erzengel Michael

Stele des Orpheus, Byzantinische Museum
Stele des Orpheus
Das Museum verfügt über eine wertvolle Sammlung von etwa 30.000 frühchristlichen, byzantinischen und post-byzantinischen Kunstobjekten. Die ältesten, frühchristlichen Gegenstände stammen aus dem dritten Jahrhundert, während die post-byzantinische Sammlung einen Zeitraum von 1543 bis hin zum 20. Jahrhundert abdeckt.

Das Museum besitzt eine der weltweit beeindruckendsten Sammlungen byzantinischer Ikonen. Zu den bemerkenswertesten Werken zählt eine Ikone mit einem vergoldeten Porträt des Erzengels Michael aus dem 14. Jahrhundert, ein Galaktotrophousa aus dem 18. Jahrhundert (Maria stillt ihr Kind), sowie ein Mosaik mit dem Namen Episkepsis aus dem 14. Jahrhundert, das Maria mit ihrem Kind zeigt.

Aber das Museum hat viel mehr zu bieten als nur Ikonen. Es gibt auch Statuen, Manuskripte, Rüstungen, Gravuren, Mosaike, Kelche und andere religiöse Schätze, Keramiken, Wandmalereien, liturgische Gewänder und vieles mehr. Ein absolutes Highlight, das man gesehen haben muss, ist eine Stele aus dem 4. oder 5. Jahrhundert, die Orpheus zeigt, wie er von wilden Tieren umgeben auf einer Leier spielt. Es gibt auch zahlreiche Skulpturen aus den Anfängen des 3. Jahrhunderts n. Chr., die Teile eines Sarkophags waren, der aus der antiken Stadt Sidamara in Kleinasien stammt.
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